Mopedversicherung

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Mopedversicherung: Das Zweirad einfach und günstig absichern

Übersicht: Wichtige Merkmale der Mopedversicherung

  • Pflichtversicherung:
    Haftpflicht mit oder ohne Selbstbehalt möglich.
  • Kaskoversicherung optional:
    Diebstahlschutz für hochwertige Gefährte.
  • Viele Fahrzeugarten:
    Tarife erhältlich für E-Roller, Quads oder verkehrstaugliche Segways.

Was ist eine Mopedversicherung?

Für motorisierte Zweiräder besteht in Deutschland Versicherungspflicht. Wenn Sie ein Moped, Mofa oder ähnliches Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr bewegen,  geht das nur mit einer Haftpflichtversicherung. Zum eigenen Schutz Ihres Fahrzeugs können Sie außerdem eine Kaskoversicherung abschließen.

 

Durch den Versicherungsschutz ist gewährleistet, dass Sie in einer Schadens- oder Unfallsituation nicht mit Ihrem privaten Vermögen für den Schaden aufkommen müssen. Da von Mopeds oder Mofas angerichtete Schäden oft harmloser im Vergleich zu PKW oder LKW sind, ist der Versicherungsschutz vergleichsweise günstig.

 

Die Mopedversicherung wird stets über zwölf Monate abgeschlossen, Stichtag ist der 1. März. Ab diesem Tag erhalten Sie bei allen Versicherungen das für die kommenden zwölf Monate geltende Kennzeichen für Ihr Moped. Mit jeder neuen Saison hat das Kennzeichen eine andere Farbe, um es von den Vorjahren zu unterscheiden. Damit Sie das neue Schild erhalten, zahlen Sie pauschal den Jahresbetrag für Ihren Versicherungsschutz und dürfen hiernach Ihr Zweirad auf öffentlichen Straßen fahren.

Was ist versichert?

Die wichtigste und häufigste Variante der Mopedversicherung ist die Haftpflichtversicherung. Diese schreibt der Gesetzgeber vor und übernimmt die Schadenskosten, die Sie mit Ihrem Moped Dritten zufügen.

 

Um Schäden am eigenen Fahrzeug zu beseitigen, beispielsweise durch Elementarschäden wie Hagel und Sturm, ist eine Teilkaskoversicherung eine sinnvolle Ergänzung. In den meisten Versicherungstarifen bezieht sich der Versicherungsschutz auf das Fahrzeug, so dass weitere Fahrer neben dem Versicherungsnehmer abgesichert sind.

 

Moderne Tarife sichern Ihnen außerdem einen Schutz im Ausland zu sowie die Nutzung des Zweirads für gewerbliche Zwecke. Das Spektrum an Versicherungsleistungen ist bei den meisten Anbietern in zwei oder mehr Tarifen gestaffelt, die sich in der Höhe der Versicherungssummen und weiteren Tarifdetails unterscheiden.

Wer braucht eine Mopedversicherung?

Neben Mopeds gehören zu den weiteren Fahrzeugtypen, die wenigstens eine Haftpflichtversicherung benötigen:

  • Roller, Mofas und Mokicks mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h
  • E-Bikes, Pedelecs und vergleichbare Zweiräder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h
  • motorisierte Krankenfahrstühle mit 30 km/h oder mehr
  • einfach Mofas mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h

Je nach Fahrzeugtyp lassen sich die genannten Zweiräder bereits ab dem 15. Lebensjahr fahren.

Worauf muss ich achten?

Eine Mopedversicherung bekommen Sie online in wenigen Schritten. Zuerst geben Sie an, welchen Fahrzeugtyp vom Mofa über das E-Bike bis zum Moped Sie versichern möchten. Die maximale Geschwindigkeit ist hierbei entscheidend.

 

Auf Basis dieser Eingaben führen Sie dann einen Online-Tarifvergleich durch. Haben Sie Ihren Top-Tarif gefunden, können Sie mit wenigen weiteren Daten direkt onlineabschließen. Im Anschluss schickt Ihnen der Versicherer Ihr Mopedkennzeichen auf dem Postweg zu.

Tipps zur Tarifwahl

  • Lohnt eine Selbstbeteiligung?

    Um den jährlich zu zahlenden Versicherungsbeitrag noch zu reduzieren, bieten manche Versicherungen eine Selbstbeteiligung an. In diesem Fall zahlen Sie einen Eigenanteil aus privater Tasche, falls es zu einem Schadensfall im Laufe des Jahres kommt. Der Selbstbehalt beeinflusst den regulären Jahresbetrag oft nur um wenige Euro.

  • Ist ein Kaskoschutz sinnvoll?

    Wenn Sie Ihr Moped oder E-Bike in einer Garage oder einem Keller abstellen, ist auf eine Kaskoversicherung eher zu verzichten. In den anderen Fällen ist der Kaskoschutz für einen jährlichen Zusatzbeitrag eine Überlegung wert. Die Diebstahlquote bei motorisierten Zweirädern liegt in Relation zu PKW ungefähr doppelt so hoch, wobei eine gute Kaskoversicherung neben Elementarschäden auch das Diebstahlrisiko mit einschließt.

  • Höherer Versicherungsschutz

    Viele Versicherungen arbeiten mit standardisierten Schadenshöhen, die aus Erfahrungen der Versicherer über viele Jahre hinweg stammen. Ein höherer Schutz ist im Regelfall nur empfehlenswert, wenn Sie eine Kaskoversicherung abschließen und über ein besonders hochwertiges Gefährt verfügen. Passen Sie hier die Versicherungsleistungen an den tatsächlichen Wert Ihres Fahrzeugs an.

Was kostet die Mopedversicherung?

Für die klassische Mopedversicherung zahlen Sie je nach Versicherer einen Betrag zwischen 40 und 80 Euro jährlich, kalkuliert als reine Haftpflichtversicherung. Wenn Sie zusätzlich einen Kaskoschutz für Ihr Moped oder Ihren Roller wünschen, steigt der Beitrag auf ungefähr das Doppelte.

 

Für E-Bikes und Pedelecs halten aktuell erst wenige Versicherungen passende Tarife bereit. Die Kosten für den Haftpflichtschutz liegen bei diesen ungefähr im Bereich von 40 bis 50 Euro.

 

Günstiger finanzieren Sie die Versicherung für einen E-Scooter und vergleichbare Fahrzeuge mit maximal 20 km/h Geschwindigkeit, bei denen preiswerte Tarife schon ab 25 Euro im Jahr zu haben sind.

Was mache ich im Schadenfall?

Kommt es mit Ihrem Zweirad zu einem Schaden, heißt es zunächst Ruhe bewahren. Jede Versicherung verfügt über eine Schadenshotline, die Sie kontaktieren sollten. Vor Ort sind wie bei einem PKW-Unfall ein Schadensbericht auszufüllen und die Personalien beider Seiten aufzunehmen. In den meisten Fällen lässt sich auf das Einschalten der Polizei verzichten. Bei der Hotline erhalten Sie gleich auch Informationen zur möglichen Beauftragung eines Sachverständigen.

Wir antworten auf Ihre Fragen
 

Häufige Fragen und Antworten

Der Gesetzgeber schreibt für jedes motorisierte Zweirad vom Mofa über das Moped bis zum E-Bike mit den oben genannten Geschwindigkeiten eine Haftpflichtversicherung vor. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Geschädigte bei einem Unfall Geld durch eine Versicherung erhalten. Der Abschluss von Zusatzleistungen wie Kaskoschutz sind dagegen freiwillig.

Ein Versicherungsschutz ist für alle Fahrzeuge vorgeschrieben, die durch einen Verbrennungsmotor oder einen elektrischen Antrieb eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Dies gilt auch für den E-Roller, selbst wenn Sie diesen als Tretroller teilweise mit Ihrer Körperkraft antreiben. Grob lässt sich sagen: Sobald der Betrieb eines Zweirads nicht alleine durch menschliche Körperkraft vorgesehen und eine zusätzliche Antriebsart nutzbar ist, gilt höchstwahrscheinlich eine Versicherungspflicht. Eine Ausnahme stellen hier die E-Bikes dar mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h: hier zahlt im Schadenfall die private Haftpflichtversicherung.

Das Hoverboard lässt sich nicht über die Mopedversicherung versichern, weil es schlicht nicht für die Straße zugelassen ist. Wer also seine Kinder mit dem Hoverboard zur Schule schickt, riskiert Bußgelder und bleibt im Schadenfall auf den Kosten sitzen. Weder die Privathaftpflicht noch die Fahrrad- oder Mopedversicherung zahlt für Schäden, die Dritten entstehen.

Bei jedem motorisierten Fahrzeug gilt, dass mit höherer Geschwindigkeit mehr Kräfte wirken und hierdurch größere Schäden bei einem Unfall drohen. Die Höchstgeschwindigkeit lässt insofern Rückschlüsse auf die durchschnittliche Schadenshöhe zu, was sich dementsprechend in der Beitragshöhe widerspiegelt.

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